Städtisches Höhenschwimmbad

Öffnungszeiten Schwimmbad

Die Badesaison 2016 ist beendet

Eintrittspreise

Tageskarten

Jugendliche (von 6 bis 15 Jahre)
1,00 EUR
Erwachsene (ab 16 Jahre)
2,50 EUR
Tageskarten ab 17 Uhr (Feierabendtarif) Jugendliche (von 6 bis 15 Jahre)
0,50 EUR
Erwachsene (ab 16 Jahre)
1,50 EUR

Zehnerkarten

Jugendliche
7,50 EUR
Erwachsene
18,00 EUR
Jahreskarten
(Lichtbild je Karte erforderlich)
Familienkarte (Familien einschließlich deren Kinder bis 15 Jahre)
46,00 EUR
Erwachsene
35,00 EUR
Jugendliche
15,00 EUR
Ermäßigte Karte (Schüler und Studenten über 15 Jahre, Wehrpflichtige, Bundesfreiwilligendienst, freiwilliges soziales Jahr, Schwerbehinderte mit mindestens 50 % Grad der Behinderung)
15,00 EUR
Inhaber einer bayerischen Ehrenamtskarte erhalten 10% Rabatt auf den Preis einer Jahreskarte.

Eröffnung der Wasserrutsche
(weitere Bilder in der Fotogalerie)

 

Schwimmerbecken
Schwimmerbecken
Nichtschwimmerbecken
Kinderbecken
Liegewiese
Beachvolleyballfeld

 

Inbetriebnahme der Absorberanlage
im Freibad Vilseck

Pressebericht:

Bisher prallte die Sonne mit voller Hitze auf das Dach der Schwimmbadhalle und verpuffte ungenutzt. Diese Zeiten sind nun endgültig vorbei, denn rechtzeitig vor Eröffnung der neuen Badesaison 2005 wurde die Absorberanlage in Probebetrieb genommen.

Auf Wunsch der Stadtratsfraktion „Einheitsblock-Freie Wählerschaft“, welche den Bau der Anlage vor zwei Jahren beantragt hatte, lud 1. Bürgermeister Hans-Martin Schertl zu einem Ortstermin, um die inzwischen fertig gestellte Anlage zu besichtigen. Schertl erinnerte eingangs des Treffens an die vorausgegangene Besichtigung der Absorberanlage in Rieden und die in Auftrag gegebene Wirtschaftlichkeitsstudie im Vorfeld des Stadtratratsbeschlusses im vergangenen Jahr, mit welchem die Räte endgültig grünes Licht zur Bereitstellung der Finanzmittel gaben.

Wie Projektleiter Dipl. Ing. Stefan Schreier von der Firma IST erklärte, eignet sich die Absorbertechnik in besonderer Weise zur Sonnenenergienutzung, da Freibäder naturgemäß lediglich in der sonnenreichen Jahreszeit betrieben werden. Um das Wasser auf angenehme Badetemperaturen zu bringen, reichen einfache Absorbermatten aus. Im Prinzip handele es sich dabei um schwarze Plastikschläuche, die von Sonne beschienen werden. Mittels Pumpen wird das Beckenwasser direkt durch die Absorber geführt und dabei erwärmt, so Schreier.

„Lediglich wenn die Sonne ganz ausbleibt oder auch in der Anlaufzeit nach einer Schlechtwetterperiode muss auf herkömmliche Art mit Erdgasenergie nachgeheizt werden“ sagte Schreier. So dauere es in der Regel nur ein bis zwei Tage, bis die Wassertemperatur im Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken wieder auf die gewünschte Temperatur aufgeheizt werden kann. Diese wird nach Angaben des Schwimmmeister Albert Friedrich und seines Kollegen Gerhard Schertl zukünftig im Bereich von 24 bis 26 Grad liegen.

Die in Vilseck installierte Anlage erzeugt jährlich zirka 300.000 kWh Energie. Die Nennleistung des inzwischen auf Erdgas umgestellten Gasbrenners konnte deshalb von früher 1,5 MWh auf 0,5 MWh heruntergefahren werden und wird zu einer deutlichen Reduzierung des Gasverbrauches (Vorjahreskosten: rund 9000 €) führen. Wärmetauscher und Speicher sind nicht notwendig.

Vor dem Einbau der Absorberbauteile wurde die Dachhaut des Umkleidetraktes mit einem Kostenaufwand von 37.000 € erneuert. Da die Dachfläche nicht ausreichte, um alle benötigten Module aufzunehmen, wurde auch ein Teil der bisher gesperrten Freifläche genutzt. Hier entstanden nach Angaben von stellv. Bauamtsleiter Joachim Kontny Kosten von circa 30.000 € für den Bauhofeinsatz und Einzäunung. Insgesamt wurden 1.240 qm Absorberfläche installiert, die rund 83.000 € kosteten. Die gesamten Investitionskosten für diese Maßnahmen liegen somit bei rund 150.000 €.

Der beim Ortstermin anwesende Energiebeauftragte der Stadt Vilseck, Helmut Schwindl, sprach von einer wirtschaftlich sinnvollen Investition, auch im Sinne der Agenda 21. Nach seiner Einschätzung wird die Anlage zu einer Verringerung des Schadstoffausstosses von jährlich rund 50 Tonnen Kohlendioxit (CO2) führen. Die Investition wird sich in Anbetracht der stetig steigenden Energiepreise relativ schnell amortisiert haben.

Die Stadträte Hermann Geier und Wilhelm Ertl („Einheitsblock-FW“) zeigten sich davon überzeugt, dass mit der Anlage nicht nur ein bedeutender Beitrag zur Schonung fossiler Brennstoffe geleistet werde, sondern sich auch der Badekomfort für die Besucher deutlich erhöhen wird.

Bürgermeister Schertl erinnerte an die bereits in den Vorjahren getätigten Investitionen der Stadt im Umfang von zirka 500.000 € bei der Modernisierung des Nichtschwimmerbeckens und der Instandsetzung der Sanitärtrakte. Trotz dieser enormen Ausgaben hat der Stadtrat einstimmig beschlossen, die Eintrittspreise nicht zu erhöhen, um damit den hoffentlich wieder zahlreichen Badegästen eine günstige Freizeitmöglichkeit anbieten zu können.

 

Foto :
Dipl. Ing. Stefan Schreier (2.v.l.) informierte bei einem Ortstermin im Vilsecker Freibad über die technischen Details der Absorberanlage (v.l. Bürgermeister Hans-Martin Schertl, Stadtrat Hermann Geier, Stadtrat Wilhelm Ertl, Joachim Kontny, Albert Friedrich, Energiebeauftragter Helmut Schwindl und Daniel Liermann). Im Hintergrund sind die auf der Dachfläche montierten Absorbermodule zu sehen.